FKK beim Neujahrsempfang des Hamburger Abendblattes

Von Tobias Jopp geschrieben am 10/01/2011

Am Freitagvormittag war es also soweit. Wir hatten Zutritt zu einem Hamburger Gesellschaftsevent der ersten Liga, dem Neujahrsempfang des Hamburger Abendblattes. FKK als einer der Vertreter der Modekultur der Stadt – zwischen hunderten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft und natürlich Kultur, die sich zur wichtigsten lokalen Kontaktbörse  zum Jahresbeginn trafen.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto “ Wald der Visionen“. Damit wurde der Titel Umwelthauptstadt 2011 aufgegriffen, mit dem sich Hamburg dieses Jahr schmücken darf. Hamburg also als Metropole des Grünen Chics, der ökologischen Ideen, der grünen Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Hinterlässt das auch modische Spuren?

Der erste Eindruck war eine nachhaltig von schwarzen und grauen Anzügen geprägte Atmosphäre. Überraschend dabei:  Alles ging sehr locker, kommunikativ und sympathisch über den grünen Teppich. Die Modedesigner hatten sich schnell zusammengefunden. Die geschätzten Kolleginnen Anna Fuchs und Philippa Lindental hatten sich eingefunden, ebenso  Babette Peters von hamburgunddesign, unsere PR- Lady Vanessa Stolle, Freddy Mouchawrab von der Etage Eins und Vera Althoff aus der Gastgeberriege des Abendblattes.  Und während Chefredakteur Strunz und anschließend der hohe Besuch aus Berlin, der Herr Westerwelle, viel Kluges, zu Beherzigendes und Vernüftiges sagten, ließen es sich die Modeexperten nicht nehmen, den Look der aufmerksamen lauschenden Gäste näher unter die Lupe zu nehmen. Diskutiert wurden naheliegenden Fragen nach zuviel Understatement im hanseatischen Auftritt, die anstrengende Suche nach Farbtupfern,  fehlendem Sex-Appeal und fragwürdige  modische Eigenheiten.

Es versammelten sich alle im „grünen“ Wald der Visionen und so drängte sich mir auch die Frage nach der Ökologie, nach dem grünen Chic der Gäste auf. Besteht da eine geschärfte Aufmerksamkeit?

„Wie Öko sind Sie?“ wurden unsere beiden Kandidaten zur Bürgerschaftswahl 2011 gefragt. Die Garderobe und der Faktor Bekleidung im Hinblick auf einen bewußteren Umgang mit Konsumgütern spielten erwartungsgemäß dabei keine Rolle. Kurze Schlussfolgerung: Da  gibt es noch viel zu tun!

Bei dieser Gelegenheit gilt es nochmal zu betonen, das die Kleidung von FKK vollständig in Hamburg gefertigt wird. FKK ist ein rein hanseatisches Produkt und die ausgewählten Stoffe kommen alle aus der EU. Die anfallenden Tranportwege werden somit reduziert bzw. verhindert, was sich sehr deutlich auf den CO-2 Feedprint des Produktes auswirkt ( um die Wortwahl von Herrn Olaf Scholz aufzunehmen). Aber wichtiger dabei ist die Frage nach der Herstellung der Kleidung. Für uns selbstverständlich und naheliegend: wir haben ein sympatisches, motiviertes und engagiertes Team bei FKK , daß wir anständig bezahlen und alle Fragen nach fairen Herstellungsbedingungen sind 1000 Meilen weit weg.

Wir alle sollten und können aber der Frage nach Ökologie in der Bekleidung, nach Nachhaltigkeit und Fairtrade nicht aus dem Weg gehen. Schließlich begleitet uns unsere zweite Haut den ganzen Tag lang, genauso wie das dioxinhaltige Frühstücksei.

Dieser aufwendig und angenehm inszenierte Hamburger Glamourevent zeigte eine beachtliche Vielzahl von anwesenden Kreativen, Designer, Marketingexperten und auch Herstellern.  Daraus lässt sich schließen, das eine Menge an Möglichkeiten besteht, sich für einen bewußteren Weg beim Auswählen der eigenen Garderobe zu entscheiden.

Denn die Wahl zugunsten lokale Produkte sind der einfachste und naheliegenste Schritt für einen bewußteren, ökologischen und nachhaltigen  Umgang bei unserer täglichen Bekleidung.

Let`s dress Hamburg– and have a view-

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